Der letzte Tag

Noch einmal tun wir die ganz normalen Dinge
Sprechen vom Begehren und schneiden Gemüse

Über uns schwebt das Nie Wieder
Trotzdem immer noch unvorstellbar

Ein tiefer Friede liegt in allem
Nichts blieb ungesagt

Als ob es kein davor und kein danach gäbe
Nur diesen Moment, den mein Herz für immer einfriert

Noch einmal lasse ich meinen Blick über
seinen Arm gleiten. Einst berührte ich ihn so gern

Die Haut wie Pergamentpapier, aber weicher,
Ganz viel weicher und voller brauner Flecken

Beim letzten Kuss geben wir vor
Es sei nicht der Abschied für immer

Zwölf Tage später ist die Stadt leer ohne ihn,
Der Sommer genauso sinnlos wie die Helligkeit der Nächte

Ein dürres Mädchen mit Kopftuch steigt in den Bus, dann
Schlägt mir die Endgültigkeit voller Wucht ins Gesicht

 

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2 Gedanken zu “Der letzte Tag

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